Name: Erfurt Nord
geb.: 01.04.1911
Älteste Funde in Erfurt - Nord belegten Ansiedlungen bereits in der Altsteinzeit. Rund 100.000 Jahre vergingen bis zur ersten Stadtnennung (Erphesfurt) im Jahre 742 durch einen Bittbrief des Erzbischofs Bonifatius von Mainz.
100 000 bis 5000 v. Chr.
Der Erfurter Raum wird in der Altsteinzeit von nomadisierenden Jägern und Sammlern aufgesucht. Ein faustkeilartiger Feuersteinartefakt, der älteste archäologische Fund aus der Kiesgrube (Geraschotter) in Erfurt-Nord, bezeugt menschliche Spuren aus der Altsteinzeit um 100 000 v. Chr. Der Fund gehört zu den ältesten Universalgeräten der ersten Menschheitsepoche.
8000 bis 5000 v. Chr.
In der mittleren Steinzeit (Mesolithikum) wurden die Gera-Auen, das spätere Erfurter Stadtgebiet, von mittelsteinzeitlichen Jägern bewohnt und bejagt. Funde dieser Zeit sind vor allem kleine Feuersteingeräte wie Pfeilspitzen, Messer und Klingen
5000 bis 1800 v. Chr.
In der mittleren und der Jungsteinzeit (Neolithikum) vollzieht sich im Erfurter Raum der Übergang zu Feldbau, Viehhaltung und Vorratswirtschaft. Die Besiedlung verweist auf zunehmende Sesshaftigkeit der Bevölkerung. Die natürlichen Umweltbedingungen im Erfurter Becken begünstigen Ackerbau und Viehzucht. Siedlungen befinden sich zunächst nicht in den Niederungen (die Gera-Aue ist noch sehr sumpfig), sondern vor allem auf den fruchtbaren Löß- und Schwarzerdeflächen am Nordhang des westlichen Steigerwaldes, auf der Hochfläche südwestlich des Petersberges, auf dem Gelände am linken Steilufer der Gera im Nordwesten der Stadt und auf dem Westhang des Roten Bergs.
Ab etwa 5000 v. Chr.
Die Siedlungen der Bandkeramiker haben länger als ein Jahrtausend Bestand. Eine Siedlung lag auf am Süd- und Westhang des Roten Berges.
2400 bis 1800 v. Chr.
Am Ende des Neolithikums siedeln im Erfurter Raum Träger der Saale-Schnurkeramiker und der Glockenbecherkultur. Vor allem in Gräbern bei Gispersleben-Kiliani und am Roten Berg werden zahlreiche Sachzeugen der Schnurkeramik gefunden. Die der Kultur der Schnurkeramik folgende Glockenbecherkultur ist durch Funde aus Erfurt-Nord und vom Roten Berg belegt.
2100 bis 1600 v. Chr.
Die frühbronzezeitliche Aunjetitzer Kultur, die sich aus den einheimischen spätneolithischen Kulturen (Schnurkeramik und Glockenbecherkultur) unter Einflüssen aus Böhmen entwickelte, ist in Erfurt mehrfach belegt. Zwei typische Gefäße dieser Kultur sind vor dem ehemaligen Andreastor und in einer Kiesgrube in Erfurt-Nord gefunden worden.
1600 bis 1300 v. Chr.
Die insbesondere südlich des Thüringer Waldes verbreitete Hügelgräberkultur der mittleren Bronzezeit ist an Fundstellen am Roten Berg vertreten. Ackerbau und Viehzucht und eine hochentwickelte Schafzucht bilden eine bedeutende Wirtschaftsgrundlage.
Um 1200 v. Chr.
Eine intensive Besiedlung des Erfurter Raumes in der jüngeren Bronzezeit ist durch eine große Funddichte belegt. Die Fundgebiete liegen ähnlich denen der Steinzeit wieder in Erfurt-Nord, am heutigen Nordbahnhof und am Roten Berg. Im Erfurter Raum sind mehrere Wallburgen erhalten, die dem Schutz der in der Umgebung siedelnden Menschen dienten. Eine steinzeitliche Höhensiedlung befindet sich auf dem Roten Berg. Frühgeschichtliche Anlagen trug unter anderen die Schwellenburg am Nordrand der Stadt.
800 v. Chr. bis Beginn unserer Zeitrechnung
Auch im Erfurter Raum vollzieht sich seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. der Übergang zur Eisenverarbeitung. Der neue Rohstoff, aus Raseneisenerz mit einfachen Schmelzverfahren gewonnen, fand erstmals bei der Herstellung von Werkzeugen und Waffen Verwendung. Spezialisierung der Handwerker und zunehmende Arbeitsteilung führen zu gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen in der Bevölkerung. Im Thüringer Becken war die „Thüringische Kultur“ der älteren Eisenzeit verbreitet. Eine bedeutende Siedlung lag am linken Ufer der Gera im Bereich des Andreastores.
500 v. Chr. bis Beginn unserer Zeitrechnung
Die im südlichen Mitteleuropa verbreitete La-Tène-Kultur gewinnt auch im Thüringer Becken an Einfluss. Es entsteht ein Kontaktgebiet zwischen den aus Süden vordringenden Kelten und den im Norden siedelnden Germanen. Seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. war der Raum um Erfurt im Besitz der Germanen. Siedlungen und Funde dieser Zeit sind an mehreren Stellen im heutigen Stadtgebiet belegt.
375 bis 700
Der Stamm der „Thoringi“ ist erstmals um 400 in der Überlieferung nachzuweisen. Er findet um 500 seinen politischen Ausdruck im Thüringischen Königreich, dessen Machtbereich sich weit über das heutige Land Thüringen hinaus erstreckte. Unter der Herrschaft des thüringischen Königs Herminafrid erstarkt das Thüringerreich. Nach Erkenntnissen aus Bodenfunden (W. Timpel) gehörte Erfurt zu den Kerngebieten des Reiches. Reiche Gräber weisen auf das Gebiet um Gispersleben hin.
Ilversgehofen
Ilversgehofen, als eines der sieben mainzischen Küchendörfer, wird in alten Beschreibungen immer als weit vor den Toren der Stadt gelegen erwöhnt. Den ersten schriftlichen Nachweis zu Ilversgehofen finden wir in einer Urkunde aus dem Jahr 1145 und zwar als Eilbrethoue. Der Ortsname macht in der Folgezeit eine ständige Wandlung durch, ehe er die heutige Fassung erhielt. Die erste der heutigen Schreibweise nahe kommenden - erscheint 1552 - mit Ilfferthgehoffythen.
Wie lange Ilversgehofen mainzisches Küchendorf gewesen ist, läßt sich nicht ergründen. Im Laufe des 14. Jahrhunderts wurde es wahrscheinlich zur Stadt Erfurt gezogen.
Mit der sogenannten Reduktion 1664 und der damit verbundenen Unterwerfung Erfurts unter Mainz, fiel auch das gesamte Erfurter Landgebiet an Mainz. Dieser Zustand währte bis zur Inbesitznahme durch Preußen 1802.
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts änderte sich der Charakter Ilversgehofens.
Die bisher überwiegend agrarische Gemeinde, gewerbliche Anlagen bestanden nur in Form von fünf Mühlen, entwickelte sich in relativ kurzer Zeit zu einem beachtlichen Industrieort. Die beiden Papiermühlen waren Zulieferer der Erfurter Universität, die zu damaliger Zeit schon einen hohen Papierbedarf hatte. 1856 begann die Erkundung und Abteufung eines Salzbergwerkes, das 1862 mit der Förderung begann. Eine Reihe weiterer Industrieunternehmen siedelten sich im Ort und dem umliegenden freien Gelände zwischen Ilversgehofen und Erfurt an. Als Beispiel seien genannt: 1882 die Malzfabrik, eine Lampenfabrik ebenfalls 1882, mehrere Schuhfabriken, eine Eisengießerei und größtes und wohl auch bedeutendstes die Maschinen- und Pressenfabrik Henry Pels.
Eine Nahverkehrsverbindung zwischen Erfurt und Ilvergehofen entstand mit der Verlängerung der 1883 in Betrieb gegangenen Pferde-Straßenbahn, die bisher nur bis zur Flurgrenze am Papiermühlenweg befahren wurde, zum 1885 errichteten Bahnhof Ilversgehofen.
Mit der Industriealisierung und den damit zusammenhängenden Arbeitskräftebedarf stieg auch der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen. Durch die rasante Bautätigkeit wurde in den neunziger Jahren die Südgrenze der Gemeinde am Papiermühlenweg erreicht. Mit der 1873 beschlossenen Entfestigung Erfurts, hatte sich die aus allen Nähten platzende Stadt, ebenfalls bis dahin erweitert. Welche Auswirkungen die Industrialisierung auf den Bevölkerungszuwachs hatten, läßt sich an folgendem Vergleich ablesen:
Einwohner von Ilversgehofen im Jahre 1875: 2.431
Einwohner von Ilversgehofen im Jahre 1910: 12.593
Die 1895 /96 geführten Verhandlungen zwecks Eingemeindung Ilversgehofens, nach Erfurt, waren nicht von Erfolg gekrönt, da die preußische Provinzialregierung keinen Handlungsbedarf sah. Erst der massive Einsatz der führenden Unternehmer, Eisenberg, Malzfabrik, Albert Naue, Mühlenbesitzer, und Born, führte zum Erfolg. Mit dem Gesetz über die Erweiterung des Stadtkreises Erfurt vom 18. April 1911 wurde die Landgemeinde Ilversgehofen mit Wirkung vom 1. April 1911 vom Landkreis abgetrennt und der Stadtgemeinde Erfurt einverleibt. Die Stadt übernahm die Verwaltung von Ilversgehofen am 29. April, das von diesem Zeitpunkt die Bezeichnung Erfurt - Nord führt. Der Mitinitiator der Eingemeindung, Herr Albert Naue, wurde am 2. Juni 1911 als unbesoldeter Stadtrat zusätzlich in den Erfurter Magistrat gewählt.
Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts entwickelte sich der Stadtteil Erfurt-Nord immer mehr zu einem Industrieviertel, so dass man dazu überging, für die wachsende Arbeiterzahl Randsiedlungen zu schaffen.
Während der Weltwirtschaftskrise wurde auch in Erfurt ein großer Teil der Industriearbeiter arbeitslos.
Die Stadt Erfurt startete mit Unterstützung des Staates ein sozialpolitisches Programm, das wir heute als Hilfe zur Selbsthilfe bezeichnen würden. Die arbeitslosen Industriearbeiter sollten aus eigener Kraft für ihre Familien Siedlungshäusern mit Obstgärten bauen.
1813
Alle weiteren Bestattungen auf den Kirchhöfen der Stadt werden durch eine Verordnung der französischen Finanz- und Domänenkammer Erfurt vom 26. Juni verboten. Vor dem Johannestore (Johannesplatz) wird ein zentraler Friedhof, der sogenannte Kardinalsfleck, eingerichtet. Die Anordnung wird am 9. Dezember 1816 aufgehoben.
1829
Auf dem "Cardinal", dem heutigen Johannesplatz, wird ein Exerzierplatz für die Erfurter Garnison eingerichtet.
1840
An den Verzweigungen der Gera sind im Stadtgebiet 20 Mahlmühlen mit 81 Gängen, zehn Ölmühlen, vier Walkmühlen, eine Lohmühle und zwei Sägemühlen in Betrieb.
1847
Die Brüder Wilhelm und Loouis Born gründen in Ilversgehofen eine Samenhandlung und betreiben die Produktion von Senf, Essig und Sprit.
1856
Der königlich preußische Salinenfiskus befiehlt, im Erfurter Johannesfeld ein Steinsalz-Bergwerk zu errichten. 1862 wird bei Bohrungen das erste abbauwürdige Steinsalzvorkommen erreicht und mit der Produktion begonnen.
1870
(9. September) Die ersten 2.500 französischen Soldaten werden in dem auf dem Johannesplatz errichteten Lager für französische Kriegsgefangene untergebracht. 395 gefangene Offiziere werden in Bürgerquartiere eingewiesen.
1873-1906
Zwischen 1873-1906 verdoppelte sich die Einwohnerzahl Erfurts auf 100 000. Ausgedehnte Miethausquartiere, Industrie- und Gewerbebetrieben, wurden auf dem ehemaligen Glacisflächen und den davor befindlichen Gärtnerreien in der Andreas-, Johannes-, Krämpfer- und Löberflur errichtet.
1881
(24. April) Einweihung des neuen städtischen Krankenhauses in der Nordhäuser Straße 74. Gleichzeitig wird das bisherige evangelische Krankenhaus am Lindenweg aufgehoben.
1883
(13. Mai) Die Erfurter Pferde-Straßenbahn, erbaut von der Berliner Firma Marcks & Balke, nimmt den Verkehr auf. Die Linie 1 verkehrt von Ilversgehofen über den Anger zur Flora (Fahrzeit etwa 23 min.). Die Linie 2 führt von der Post am Anger zum Schützenhaus (Fahrzeit etwa 13 min.). Die Streckenlänge der Linie 1 beträgt 5 km, die der Linie 2 beträgt 2,4 km.
Um 1886
1886 lag das Stadtgebiet Nord noch außerhalb der Stadtgrenzen und wurde unter den Namen Johannes Feld und Andreas Feld landwirtschaftlich genutzt.
1888
Otto Schwade gründet die "Deutsche Automat-Dampfpumpen-Fabrik" am Grenzweg 2. Das Werk entwickelt sich rasch zum führenden Produzenten von Dampfpumpen, Kreiselpumpen und Kurbelpumpen in Deutschland.
1893
Bau der Josefskirche in der Bogenstraße.
1894
(1. Juni) Die elektrische Straßenbahn nimmt anstelle der Pferdebahn ihren Betrieb auf. Das Bahnnetz umfaßt fünf Linien: Erfurt-Nord (Ilversgehofen)-Steigerstraße (Flora), Streckenlänge 5.362 m; Brühlerwall-Leipziger Straße, Streckenlänge 4.443 m; Gothaer Straße-Weimarische Straße, Streckenlänge 3.666 m; Schützenhaus-Nordhäuser Straße, Streckenlänge 4.126 m; Blücherstraße-Kavallerie-Kaserne, Streckenlänge 4.650 m. Der Betriebsstrom (Gleichstrom 500 Volt) wird im eigenen Kraftwerk erzeugt.
1894
(22. Juni) Einweihung der Josefskirche in der Bogenstraße 4.
1898
Gründung der Fabrik für Eisenhoch- und Brückenbau Ernst Pfeffer in Erfurt-Gispersleben. 1901
Der Konsumverein Erfurt Konsum-Genossenschaft Volkskraft e.G.m.b.H. wird auf Veranlassung der im Gewerkschaftskartell Erfurt organisierten Arbeiter gegründet. Er eröffnet am 3. Januar 1902 seine erste Verkaufsstelle in Ilversgehofen in der Poststraße.
1902
Hugo John (1858-1911) gründet die Firma I.A. John Aktien-Gesellschaft, Fabrik für Schornstein-Aufsatz und Blechwaren in Ilversgehofen, Schwerborner Straße.
1902
Henry Pels (1865-1931) gründet die Berlin-Erfurter Maschinenfabrik in Ilversgehofen, Schwerborner Straße.
1910/1912
Durch die Eingemeindung von Ilversgehofen im Jahre 1910 und der Bereitstellung von städtischen Flächen für ein Industriegelände, wurde 1912 ein 68 ha großes Industriegebiet mit einem Eisenbahnanschluß im Norden der Stadt erschlossen.
1911
Die Erfurter Bürger erleben auf dem Johannesplatz, ehemals Teil der Johannesflur, dem heutigen Gebiet zwischen Eislebener Straße und Ammertalweg, die erste Landung eines Flugzeuges und 1914 die des Zeppelin-Luftschiffs "Z II".
1911
(10. November) Der Denkmalbrunnen für Gustav II. Adolf vor dem nördlichen Langhaus der Predigerkirche, auf dem ehemaligen Friedhof in der Predigerstraße, wird zur Erinnerung an die mehrfachen Erfurter Aufenthalte des Königs (1631/32) eingeweiht.
1914
(30. Juli) Angesichts der drohenden Gefahr des 1. Weltkrieges ruft die SPD Erfurts zu einer Kundgebung unter der Losung "Krieg dem Krieg" im "Tivoli" auf, aus der heraus sich spontan eine Friedensdemonstration in die Innenstadt entwickelt.
1920
Neubau der Eben-Ezer-Kapelle auf dem Hofgrundstück Magdeburger Allee 10.
Bis 1922
1922 wurde die Groß-Industrie in den Norden verlagert. Dadurch entstanden noch mehr Industriekomplexe und mit ihnen Wohnanlagen, wo
die Arbeiter nach ihrem Schaffen ihre Vorgärten pflegten.
Ab 1922
Nach dem ersten Weltkrieg trat eine baulich Verdrossenheit ein. Die Menschen hatten genug zu tun, ihre rudimentären Lebensbedürfnisse
abzudecken. Nach und nach erlangte der genossenschaftliche Wohnungsbau immer mehr an Bedeutung. Dazu gründeten sich z.B. der
Spar- und Bauverein am Papiermühlenweg sowie die Wohngemeinschaft Erfurt-Nord.
1923-1929
Anlage des Nordparkes und Bau des Nordbades.
1925
Eröffnung des Erfurter Nordbades. Im Geiste der „Goldenen Zwanziger“ diente es der „Hebung der Volksgesundheit“ im Norden der Stadt. Diese Aufgabe soll die beliebte Freizeiteinrichtung nach dem Willen vieler Erfurter auch zukünftig erfüllen.
1925
(11. Mai) Erfurt erhält mit Eröffnung eines Zivilflughafens an der Stotternheimer Landstraße Anschluß an den deutschen und außerdeutschen Luftverkehr.
1928
Die Metallindustrie nimmt den ersten Platz in der Wirtschaft ein. Sie erstreckt sich von der Großproduktion im Maschinen- und Apparatebau bis zur Metallverarbeitung. Zu den größten Betrieben dieses Industriezweiges zählen die Deutschen Werke (Schreibmaschinen), Hagans, I. A. John AG, Maschinenfabrik Henry Pels & Co., Maschinenfabrik Franz Beyer & Co. und Erfordia-Maschinenbau AG.
1928
Fertigstellung des Baus der Chirurgischen Klinik des Städtischen Krankenhauses.
1933
Im Zeichen des Hakenkreuzes
Nach Errichtung des Hitler-Regimes am 30. Januar bestimmt die NSDAP die Geschicke der Stadt. Die kommunale Selbstverwaltung wird beseitigt. In der Feldstraße 18 wird im April eines der ersten Konzentrationslager errichtet.
1936/38
Am Rande der Stadt entstehen die Hungerbach- und die Cyriaksiedlung.
1937
Ein Neubau für die Innere Abteilung des Städtischen Krankenhauses entsteht.
1941
(9. Juli) Bombenangriff auf Erfurt. Die Schwerpunkte liegen im Bereich der Magdeburger Allee.
1944
(20. Juli) Bombenangriff auf Erfurt. Die Schwerpunkte liegen im Bereich Junkersand (Modehaus Reibstein), Rupprechtsgasse, Pilse 12/13, Ursulinenkloster, Anger 62 (Haus Weck), Industriegebiet Ilversgehofen und Bindersleben.
1946
(15. Februar) Die Pädagogische Fachschule wird mit einem Festakt in der Aula der Gutenbergschule als Nachfolgeeinrichtung der Lehrerbildungsanstalt eröffnet.
1947
(1. Juni) Auf der Radrennbahn im Andreasrieth wird das erste Nachkriegsrennen durchgeführt.
1950
Eingemeindung der Dörfer Bischleben, Dittelstedt, Rhoda (1. Januar) und Bindersleben, Gispersleben-Viti, Gispersleben-Kiliani, Marbach, Möbisburg und Schmira (1. Juli). Durch die Eingemeindungen vergrößert sich die Fläche der Stadt von 61.20 km2 auf 106.22 km2, die Anzahl ihrer Einwohner steigt auf 189.988.
1950
Wohnungsbau in der Riethstraße, im Fuchsgrund zwischen Geschwister-Scholl-Straße und Steinplatz. Baubeginn der Rote-Berg-Siedlung
1952
(22. April) Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die Bildung von Stadtbezirken (Mitte, Süd, Ost und West, ab 1957: Mitte, Nord und Süd), die bis 1990 bestehen bleiben.
1953
(1. September) An der Nordhäuser Straße nimmt ein Pädagogisches Institut in einem Neubaukomplex seine Tätigkeit auf. Es erhält 1965 den Namen Dr. Theodor Neubauer.
1954
Beginn der Bauarbeiten für den Wohnungsbau im Bereich des Tiergartens
1954
(7. September) Eröffnung der Medizinischen Akademie (MAE). Erster Rektor wird Prof. Dr. med. Egbert Schwarz (bis 1959)
1958
Der Neubau einer Hals-, Nasen-, Ohren- und Augenklinik im Bereich der Medizinischen Akademie Erfurt an der Nordhäuser Straße wird seiner Bestimmung übergeben.
1958
(7. Oktober) Eröffnung des Thüringer Zooparkes auf dem Roten Berg, der vor allem durch freiwillige Arbeitseinsätze vieler Bürger geschaffen worden ist.
1965
Beginn des Wohnungsbaues am Johannesplatz auf innerstädtischer Freifläche in Erfurt-Nord (bis 1972).
1969-1974
In Erfurt-Nord entsteht auf freier Fläche im Gebiet der Riethstraße ein neues Wohngebiet (Wohnkomplex Rieth) in Großplatten-Bauweise. Versorgungseinrichtungen und Altersheim 1975.
1969
(5. September) Das Pädagogische Institut erhält den Status einer Pädagogischen Hochschule (gleichzeitige Vereinigung mit dem Pädagogischen Institut Mühlhausen zu der Pädagogischen Hochschule Erfurt/Mühlhausen).
1970/75
Das Neubauprogramm führt zu einer Umschichtung der Einwohner vom Stadtinneren auf periphere Standorte im Norden und im Südosten der Stadt. Damit verliert die Altstadt rasch etwa die Hälfte ihrer Bewohner, der Zerfall der Bausubstanz verstärkt sich.
1972-1978
In Erfurt-Nord entsteht auf ehemals landwirtschaftlich genutzter Fläche der Wohnkomplex Nordhäuser Straße in Großplatten-Bauweise und bindet Erfurt an die Ortslage Gispersleben an.
1972
(1. Juli) Die ausgebauten Kiesgruben (etwa 30 ha) werden als Naherholungsgebiet "Nordstrand" eröffnet.
1975
Gründung einer Sektion Stomatologie der Medizinischen Akademie (1972-1975 Neubau der Stomatologischen Klinik der Medizinischen Akademie).
1977-1982
In Erfurt-Nord am Fuße des Thüringer Zooparks entsteht auf einer Freifläche das Wohngebiet "Roter Berg" in Großplatten-Bauweise.
Herbst 1981
Dieter Ehrlich (Otze) aus Stottenheim gründet mit seinem Bruder Klaus die legendäre, erste und einzig wahre Punk-Band "SCHLEIMKEIM".
1992
(19. März) Erste Demonstrationen der Mitarbeiter und Studenten der Medizinischen Akademie Erfurt, welche für die Erhaltung der Medizinischen Akademie als Hochschuleinrichtung eintreten.
1993
(17. Dezember) Anläßlich der zum 31. Dezember 1993 bevorstehenden Schließung der Medizinischen Hochschule Erfurt findet im Festsaal des Erfurter Rathauses ein "Akademisches Requiem" statt. Der letzte Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Walter Künzel, übergibt die Insignien der Hochschule zur Aufbewahrung an die Stadt Erfurt - in der Hoffnung, dass diese Aufbewahrung nicht von Dauer sein und die Amtskette einem zukünftigen Rektor einer medizinischen Fakultät an der Universität Erfurt einmal wiederverliehen werde.
1994
Der Ort ist nach der politischen Wende durch zahlreiche Neubauten, vor allem aber durch das neue Wohngebiet "Unterm Weingarten" erweitert worden. Seit dem Jahr 1994 ist Schwerborn durch die Eingemeindung eine Ortschaft der Landeshauptstadt.
Stotternheim war bis zur Gebietsreform im Jahre 1994 eine selbstständige Gemeinde. Danach wurde sie in die Landeshauptstadt Erfurt integriert. Gegenwärtig hat die Ortschaft ca. 3.550 Einwohner und besitzt eine Gesamtfläche von 1.575 Hektar.
1995
(5. Oktober) Mit dem "Thüringen-Park" öffnet das größte regionale Einkaufszentrum zwischen Harz und Thüringer Wald seine Pforten. Zu den bestehenden Objekten werden noch ein Bürokomplex und Dienstleistungsbetriebe hinzukommen.
1995
(12. August) Mehr als 4.500 Besucher und Sportprominenz feiern im Erfurter Nordbad, dem größten Freibad der Stadt, den 70. Jahrestag der Einweihung des Volksbades.
1996
(14. Juni) Das Gefahrenschutzzentrum in Marbach wird offiziell eingeweiht. Es bietet Platz für 30 Fahrzeuge der Feuerwehr und 19 Rettungswagen und gehört wohl zu den modernsten in Deutschland (TA/TLZ vom 15. Juni 1996).
1997
(18. Dezember) Der Verfassungsgerichtshof des Landes Thüringen weist die Klage der ehemals eigenständigen Gemeinden Mittelhausen, Schwerborn und Stotternheim gegen die Eingemeindung nach Erfurt ab. Damit sind diese rechtskräftig Ortsteile von Erfurt.
1998
(20. März) Offizielle Einweihung der Kliniken für Strahlentherapie und Radioonkologie sowie Nuklearmedizin auf dem Gelände des Klinikums Erfurt.
1998
(18. Juni) Im Zoopark wird die neue Nashornanlage mit einem 3.500 m² großen Gehege übergeben.
1998
(20. August) Offizielle Einweihung der ersten Photovoltaik-Anlage im Gymnasium 7 (Albert-Schweitzer-Gymnasium). Vorerst sollen auf elf Schulgebäuden derartige Anlagen, die jährlich 8.800 kWh Elektroenergie aus Sonnenenergie erzeugen, installiert werden. Der Strom wird in das Schulnetz eingespeist. Im Physikunterricht wird es möglich sein, über PC die Messgrößen der Photovoltaik-Anlagen auszuwerten und zu veranschaulichen.
1999
(14. Januar) Mit dem Flugzeug treffen aus Johannesburg die afrikanischen Jungelefanten „Csami“ und „Seronga“ in Erfurt ein. Der Überführung in den Zoo gingen starke Proteste von Tierschützern voraus.
1999
(4. Oktober) 270 Studenten haben sich für die Baccalaureus-Studiengänge der Universität in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule eingeschrieben und beginnen ihr Studium.
1999
(15. Oktober) Ein neues Kraftwerk geht ans Netz. 130 Mio. DM (65 Mio. €) hat die umweltfreundliche Gas- und Dampfturbinenanlage gekostet, mit der die Stadtwerke 70 Prozent des Erfurter Strombedarfs und Wärmeenergie nun selbst erzeugen.
1999
(7. Dezember) Im Chirurgischen Zentrum des Erfurter Klinikums wird das europaweit erste und modernste radiochirurgische System „Novalis“ installiert. Damit können Tumorpatienten im Kopf- und Halsbereich sowie bei Hirngefäßfehlbildungen durch Präzisions-Strahlenanwendungen behandelt werden.
2000
(1. Januar) Die Stadtwerke Erfurt GmbH wird um die 7. Tochter, die Stadtwerke Erfurt Service GmbH, erweitert. Sie übernimmt mit 140 Mitarbeitern die kaufmännischen, wirtschaftlichen und die Verwaltungsaufgaben für das Gesamtunternehmen Stadtwerke Erfurt GmbH.
2000
(5. April) Die neue Notfallzentrale des Klinikums mit 10 Ärzten, 29 Schwestern und 6 Assistenten wird ihrer Bestimmung übergeben. Sie dient als Bindeglied zwischen Rettungsdienst und Klinik. 1. April war bereits das neue Hauptgebäude des Klinikums in Betrieb genommen worden.
2000
(12. Mai) Im Rahmen eines Symposiums zur Krebsbehandlung wird im Klinikum Erfurt das erste Novalis Shaped Beam Surgery System Europas in Betrieb genommen. Es handelt sich dabei um ein Radiochirurgie-System, das präziser arbeitet als alle anderen derzeit zur Bestrahlung von Tumoren eingesetzten Geräte.
2000
(26. Mai) Das bereits am 1. April in Betrieb genommene neue Hauptgebäude des Klinikums Erfurt kann ein Jahr vor dem ursprünglich geplanten Termin offiziell eingeweiht werden.
2000
(1. November) Im Klinikum Erfurt wird ein hochmodernes Logistikzentrum eingeweiht. Das bundesweit einmalige Projekt umfasst die Bereiche Ver- und Entsorgung von der Leitzentrale über das Zentrallager bis zum Kurierdienst. Zum Bereich Technik gehören die Abfalldesinfektion, ein Containerbahnhof und eine Behälterwaschanlage.
2000
(3. November) Offizielle Einweihung der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha, die seit ihrer Eröffnung am 28. August bereits 50.000 Nutzer hat. 20. Februar 2001 Hinter einem Fenster der Frauenklinik verbirgt sich die erste Babyklappe in den neuen Bundesländern; sie trägt den Namen „Babykorb“. Mütter in Not können dort ihr neugeborenes Kind anonym abgeben. In der Frauenklinik wird auch die Möglichkeit einer anonymen Geburt, der für Mutter und Kind als sicherer angesehene Weg, angeboten. Ein Brief auf jeder Matratze im Babykorb, der ein Codewort für die Mutter enthält, belässt ihr in den nächsten acht Wochen die Möglichkeit, sich für das Kind zu entscheiden. Danach leitet das Jugendamt ein Adoptionsverfahren ein. Bereits zwei Tage nach der Einrichtung des Babykorbs wird das erste Kind abgelegt. So schnell war die Möglichkeit bei den 16 bisher in den alten Bundesländern eingerichteten Babyklappen nicht genutzt worden.
26. April 2002
Erfurt erlebt den schrecklichsten Tag in seiner Geschichte seit Ende des 2. Weltkrieges. Gegen elf Uhr erschießt ein ehemaliger Schüler im Gutenberg-Gymnasium 16 Menschen, neun Lehrerinnen, vier Lehrer, eine Schülerin und einen Schüler der achten Klasse sowie einen Polizisten. Anschließend tötet er sich selbst. 16 Personen werden verletzt, viele von ihnen müssen in Krankenhäuser gebracht werden. Viele Schüler der Schule sind Augenzeugen der schrecklichen Tat. Lehrer und Schüler flüchten aus dem Gebäude. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei sichert Raum für Raum in der Schule. Es dauert Stunden, bis die letzten 180 Schüler die Schule verlassen können. Viele Erfurter kommen zur Schule, um nach ihren Kindern und Angehörigen zu fragen. Die Kinder werden auf einen nahe gelegenen Sportplatz gebracht, wo sie psychologisch und medizinisch betreut werden. Die Stadt steht unter Schock. In der gesamten Bundesrepublik Deutschland und auch im Ausland ist man über diese unfassbare Tat eines 19-jährigen entsetzt. Viele Erfurter kommen am Abend zur Schule, zünden Kerzen an, legen Blumen nieder, um ihre Trauer und Anteilnahme auszudrücken. Die Stadt sagt alle Veranstaltungen für die nächsten Tage ab. Um 20 Uhr findet in der nahegelegenen Andreaskirche ein Trauergottesdienst statt. Um 21 Uhr läuten alle Kirchenglocken der Stadt. Im Rathaus werden Kondolenzbücher ausgelegt, die Flaggen werden auf Halbmast gesetzt.
21. November 2002
Der Stadtrat stimmt dem Verkauf der städtischen Klinikanteile (49 Prozent) an die Helios-Klinikum GmbH zu. Damit fließen 23,24 Mio. Euro in die Stadtkasse.
30. Januar 2003
Die Sondersammlungen der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha, Dauerleihgabe der Stadt Erfurt an die Universität, werden im Gebäude der Universitätsbibliothek feierlich eröffnet. Bereits seit Oktober 2002 ist nach Voranmeldung die Benutzung im Sonderlesesaal möglich. Den Kern der Sondersammlungen bildet die berühmte Bibliotheca Amploniana.
1. Februar 2003
Umzug der Frauenklinik und der Kinderklinik in das neue Frau-Mutter-Kind-Zentrum in der Nordhäuser Straße. Innerhalb weniger Stunden ziehen mehr als 130 Patienten, 225 Mitarbeiter, tonnenweise Kartons und Möbel um. Das Zentrum ist das erste seiner Art in Thüringen. Es vereint unter seinem Dach die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie die Klinik für Kinderchirurgie. Damit lässt sich eine interdisziplinäre Zusammenarbeit optimal gestalten und vor allem für Früh- und Neugeborene sowie ihre Mütter ein hohes Maß an Sicherheit bietet.
1. März 2003
Umzug der letzten und kleinsten Außenklinik, der Orthopädie, auf das Gelände des Klinikums in die Nordhäuser Straße. Die Klinik war 58 Jahre in dem 1878 errichteten Gebäude untergebracht. Jetzt fällt das Gebäude der Stadt Erfurt zu.
22. September 2003
Beginn einer schon seit längerem vorbereiteten Kampagne gegen den Schmutz in der Stadt, gegen weggeworfene Zigarettenkippen, Hundekot und anderen Müll, den die Bürger tagtäglich auf Straßen und Plätzen als Hinterlassenschaft verantworten. Nach einer vierwöchigen Anlaufzeit sollen diejenigen, die zur Verschmutzung beitragen und erwischt werden, mit Geldbußen von 20 Euro beispielsweise für achtloses Wegwerfen von Papiertüten und Zigarettenkippen bis zu 50 Euro für Hundekot zur Kasse gebeten werden.
14. Oktober 2005
Die Mitarbeiter des Helios-Klinikums werden davon in Kenntnis gesetzt, daß der Gesundheitskonzern Fresenius AG neuer Eigentümer des Klinikums sei. Die Gründer- und Eigentümerfamilie Lutz Helmig hat die von ihr gehaltenen 94 Prozent der Gesellschafteranteile für 1,5 Milliarden Euro veräußert. Für die Mitarbeiter und die Bewohner der Senioren- und Pflegeheime sollen sich keine Änderungen ergeben.
1. November 2005
Das Trinkwasser in Erfurt hat eine neue Qualität. Nach monatelangen Vorbereitungen wird in das Netz Mischwasser eingespeist. Aus Erfurter Grundwasser und Fernwasser bestehend, ist das „neue“ Wasser viel kalkärmer und hat jetzt 11 bis 12 Grad deutsche Härte. Nur noch 30 Prozent des Wassers wird in der Gegend gefördert. Der restliche, der weiche Teil des Mischwassers kommt aus der Ohra-Talsperre.
2. Oktober 2006
Die kombinierte Restmüllbehandlungsanlage (Raba) geht in Betrieb. Die Anlage – sowohl der mechanisch-biologische Teil, als auch die Müllverbrennung – wird derzeit zu knapp 70 Prozent ausgelastet. Die Anlage verwertet Müll aus Erfurt und Weimar
4. Dezember 2006
In Mittelhausen ist mit der Übergabe der Straße die Erschließung des Gewerbegebietes „Ludwigstein“ abgeschlossen. Erfurts jüngstes Gewerbegebiet umfasst ein 44 Hektar großes Areal und liegt direkt an der neuen Bundesautobahn BAB 71 – Anschlussstelle Mittelhausen.
15. Dezember 2006
Die Bundesautobahn BAB 71 zwischen den Anschlussstellen Bindersleben und Stotternheim wird für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Das 15,3 Kilometer lange Teilstück kostet etwa 61 Millionen Euro. 2,2 Millionen Kubikmeter Boden sind bewegt worden, um die 370 000 Quadratmeter Fahrbahn herzustellen. 20 000 Fahrzeuge täglich werden in beiden Fahrtrichtungen erwartet. Der Erfurter Ring soll den Innenstadtverkehr der sich kreuzenden Bundesstraßen B 4 und B 7 entlasten.
15. Mai 2007
Das Erfurter Nordbad bleibt in dieser Saison wegen erheblicher Baumängel geschlossen. Daraufhin gründet sich ein Verein zur Rettung des Bades.
20.Juni 2007
Demonstration zur Rettung des Erfurter Nordbades vor der Entscheidung im Stadtrat am 20. Juni 2007 auf dem Fischmarkt.
2008
Der Stadtrat beschließt sich unter den Augen einer breiten Bürgerbewegung zur Sanierung des Bades. In die große Freude der nun anstehenden Wiedereröffnung mischt sich allerdings auch das Bedauern, dass für die schmucke neue Anlage das Eingangsgebäude von 1929 geopfert wurde. Ausgerechnet zu Beginn des Bauhausjahres 2009 erfolgte trotz vieler Proteste aus der Bevölkerung, von Denkmalschützern und Erfurter Geschichtsverein der Abriss des denkmalgeschützten Gebäudes im Bauhausstil.
24.Juni 2010
Das Nordbad öffnet endlich wieder seine Pforten...
Quellen im Internet:
http://www.typisch-thueringen.de/sz/gebiet/geschichte.htm
http://www.erfurt.de/ef/de/entdecken/geschichte/chronik/03978.shtml
http://www.magdeburger-allee-erfurt.de/ilversgehofen.php
http://www.erfurter-seen.de/arge/sulz_sie.htm
http://3xk.de/erfurt/index.htm?afkchro7.htm http://www.thueringen.de/imperia/md/content/lzt/stasidokumente_ddrjugend.pdf